Ich sag euch, wenn ich diesen Umzug überlebe, dann bete ich drei Ave Maria, 5 Vater Unser und mache 10 Kreuzzeichen. Obenrein schwöre ich, nie wieder nur mit einem Helfer umzuziehen. Ich bin im Gegensatz zu anderen noch nicht viel umgezogen. Um es in der Zahl zu nennen, genau 3-mal. Aber dieser Umzug stellt sich als der schwierigste heraus. Ich bin ja nun kein zartbesaitetes Pflänzchen mit meinen 1,74m und kann schon ordentlich anpacken dank meiner sportlichen Aktivitäten, die ich dreimal die Woche tätige. Aber ich bin nach 2 Wochen schon völlig am Ende. Entweder hat das mit dem Alter zu tun oder mir fehlt dazu die nötige Stärke und Disziplin.
Als ich heute Morgen aufwachte hätte ich gut einen Rollator gebrauchen können. Ich brauchte bestimmt gute 5 Minuten bis ich von meiner Matratze hoch kam. Ich merke jeden Muskel im Körper, auch da wo ich dachte, da wären bestimmt keine mehr. Ich sah aus als hätte mich ein Tsunami mit seiner vollen Wucht erwischt und ins Meer befördert. Selbst meine Ellbogengelenke ließen zu wünschen übrig. Kam wohl vom paddeln nach der Tsunamiübernahme. Das Schrauben und Drehen mit diversen Werkzeugen machten aus mir zwar keinen Handwerker aber jetzt weiß ich wenigstens was ein Pozidriv- Kreuzschlitz Z, Plus-Minus Schlitz, Außen – und Innensechskant, Außen – und Innenvielzahl ist. Genug von dem Scheiß hab ich ja verschraubt. Farbentechnisch bin ich jetzt auch schlauer. Nur versprachen die Farben nicht das, was sie auf der Farbtafel vorgaben zu sein. Man könnte sich das auch so vorstellen. Ich habe eine weiße Wand vor mir, streiche da mit einem schönen Nougatbraun drauf und bekomme als Trostpreis etwas helleren Dünnschiss. Kein Scheiß – pure Wahrheit und Egoismus dieser Farbe. Da soll mal einer sagen, Farben denken nicht mit.
Wir mussten da 3-mal drüber streichen, damit das ansatzweise wie Nougat aussah. Ich weiß jetzt welche Farbe ich nie wieder streichen werde.
Aber um das eigentliche Grauen endlich mal beim Namen zu nennen: „Großes langes, breites, schweres Sofa in den zweiten Stock tragen und nach oben kommend, wird der Flur immer enger. Protagonisten: „Mein Kumpel und Ich“ Szenario Klappe die Erste: „Kumpel völlig mit den Nerven runter und Ich fast tot“ Am Ende musste der Nachbar herhalten, den wir gerade bei einem Schäferstündchen mit seiner Frau störten. Das tat uns auch wirklich leid, denn wir wussten seit kurzem, dass diese junge Familie manchmal froh war, wenn ihre kleine Tochter denn mal schlief und Ruhe gab. Als der entnervte Nachbar aus Höflichkeit half, versprach ich nach dieser gelungenen Aktion, die nächste Babysitterin zu sein, falls sie mal eine bräuchten. Ich glaube, ich hätte in dieser Phase alles versprochen. Oder sagen wir mal – fast alles.
Da lob ich mir doch das gute alte Shoppen gehen. Das ist mir noch die liebste Beschäftigung. Kein Schrauben und Drehen, kein Streichen und Putzen, nur lauter tolle Accessoires für die Wohnung und am Ende einen leeren Geldbeutel, den auch keiner braucht. Aber ein absolutes Muss, wenn man eine schöne gemütliche Wohnung möchte.
Was mir aber mal so richtig den Tag verdorben hat war, als ich heute die Nachricht bekam, dass mein Schlafzimmer erst in 4 Wochen das Licht meiner Wohnung erblickt. Nicht das ich da kein Verständnis für diverse Lieferschwierigkeiten hätte aber es sollte nächste Woche schon kommen und mir graut es aus den Kisten zu leben. Man könnte sich auch anders den Tag verderben.
Alles in allem, bin ich dennoch froh einen so tollen Helfer zu haben. Anfangs dachte ich ja, die Bude wird voll und „Wau“ wie viele Leute doch helfen kommen und dann war es nur mein bester Freund. Ohne ihn hätte ich mal so richtig blöde aus der Wäsche geglotzt. Aber in der Not siehst du eben erst wer dein wahrer Freund ist. Die Ausreden meiner so genannten Freunde erstreckten sich von „Ich bin im Urlaub“ bis „Ich bin von der Leiter gefallen oder habe den Norovirus“ Nur eine, die im Krankenhaus wegen einer schweren OP lag, wollte nach dem sie entlassen wird, bei mir helfen. Ich erklärte sie für verrückt und verordnete ihr einen Urlaub auf dem Balkon. Und dann gab es noch ein männliches Wesen das sich als hilfsbereit herausstellte, ich aber dankend ablehnte, weil ich nicht wollte, dass dieser Mensch extra für mich über 70km einfach wegen meines Umzugs fahren muss. Das mit meinem Umzug wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Jedoch ein was Gutes bringt es mit sich - danach bin ich Profi im umziehen.
Eure Manu
Alltägliches bestimmt unser Leben und macht uns zu dem was wir sind und wie wir uns entwickeln. Manchmal allerdings gibt es Dinge, die schweigt man lieber tot als sie zu kritisieren. Ich rede und schreibe gerne über diese Dinge und veröffentliche sie dann auch. Das soll alle zum nachdenken anregen.
Samstag, 13. August 2011
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Dieser Umzug hört sich echt nach einen Vergnügen und Spaziergang an,aber auch ,wenn er noch vier Wochen dauern sollte,hat er eine Erfahrung fürs Leben gezeigt; in der Not gehen Hundert Freunde auf ein Lot.Ich wünsche dir viel Glück bei dem restlichen Umzug.
AntwortenLöschenGruß,
Ansorde,Petjama
Hallo Ansorde,
AntwortenLöschendanke für deinen Kommentar! Das mit den Freunden ist halt so eine Sache. Eigentlich hat man auch nur 2-3 gute Freunde und der Rest sind eben Bekannte, die dann nur auftauchen, wenn es was zu holen gibt oder die sich aus dem Staub machen, wenn sie anderer Leute Meinung nicht vertragen oder Entscheidung nicht akzeptieren. Auf so etwas kann man dann auch getrost und beruhig verzichten, weil man nichts versäumt.
Danke für die Glückwünsche. Ich denk das wird schon alles zur rechten Zeit seine Form annehmen.
Lg Manu
Liebe Manu,
AntwortenLöschen...welch ein Glück, dass der gute Wille deines treuen Helfers auch noch mit Kompetenz gekoppelt war!
Ich wünsche dir alle Gute und viel Glück in deinem neuen Heim!
Ein Drücker von
Gitt@
Liebe Gitta,
AntwortenLöschenwas meinst du wie froh ich bin! Hätte auch allein da stehen können.
Danke für das Glück wünschen und sende dir eine liebe Umarmung,
Manu
Liebe Manu,
AntwortenLöschen...den folgenden Text soll ich dir von Helga schicken:
von Helga
"In jedes Haus, wo Liebe wohnt,
das scheint hinein auch Sonn´ und Mond,
und ist es noch so klein,
es kommt die Freude doch hinein ..."
(Hoffmann von Fallersleben)
Liebe Manu, viel Glück und Freud auch von mir!
Helga
Liebe Gitta,
AntwortenLöschensag Helga einen lieben Gruß von mir und einen herzlichen Dank für ihr schönes Gedicht!
Und Gitta, ich antworte dir womöglich erst morgen auf deiner E Mail. Ich muss gleich los in die neue Wohnung und Schränke schrauben :-/
ICh drück euch beide mal und sende einen sonnigen Gruß an euer Haus :-D
Manu
Manu ich melde mich auch mal wieder zu wort. ich wünsche dir für deinen neustart alles gute und sende dir symbolisch ein virtuelles brot mit salz. die bedeutung ist hoffentlich bekannt :-))
AntwortenLöschenW.
Huhu W.
AntwortenLöschendich liest man wirklich sehr selten! Wo treibst dich denn immer rum? anke übrigens für das Brot und Salz. Klar ist mir die Bedeutung bekannt. Wär ja schlimm wenn es nicht so wäre ;-D
Meld dich doch mal wieder per E Mail.
Lg Manu
Hallo Manu
AntwortenLöschenOh, oh, herzlichst Beileid wegen deines Umzuges und der Plackerei-Prozedur! Alles ist irgendwann vorbei-geschafft, und du wirst deine Schmerzen vergessen. Ich sende dir Kraft und Energie. Auf das du weiterhin mit Ausdauer alles bewältigst! Toi..
Viele liebe Grüße Mary
Hallo Mary,
AntwortenLöschendanke dir! Das wird schon. So langsam aber sicher nimmt meine Wohnung Gestalt an.
Lg Manu
Beileid & gute Besserung! ;o)
AntwortenLöschenJo Octapolis, dat nehmen wir mit! ;-O
AntwortenLöschenLg Manu
Manu, wie sagt der Volksmund so schön? Drei Mal umgezogen ist wie ein Mal abgebrannt. Aber auch: Wer rastet, der rostet. Und so hat ein Umweg - aus welchen Gründen auch immer - doch so etwas wie eine Häutung, denn du wirfst damit auch ein wohl zu klein gewordenes Lebensumfeld weg. Ich wünsche Dir einen guten Neuanfang und denke, dass eine mit Intelligenz und Bodenhaftung versehene Frau, auch ein Leben nach einer Riesenpleite meistert ( oder gerade deshalb meistern wird).
AntwortenLöschenSchönes WE aus DD
Jürgen
Hallo Jürgen,
AntwortenLöschendanke dir für deinen netten Kommentar! Damit geht doch alles schon gleich wieder viel leichter. Der Umzug ist geschafft aber so richtig wohnen ist noch nicht, weil mein Schwebetürenschrank, den ich Anfang August bei einem bekannten Unternehmen bestellt habe, dessen Namen ich hier lieber auch nicht erwähnen möchte, weil sonst der Pleitegeier darüber schwebt. Dieser wirklich große Schrank ist wie von Geisterhand verschwunden. Aber ich versuche mir demnächst die Zeit zu nehmen und darüber einen Eintrag zu machen.
Dir auch ein schönes We.
Lg Manu
Hallo Manu,
AntwortenLöschenich hoffe, ich durfte mich einfach ohne dich zu fragen,als Freundin einfügen?
Wenn es dir nicht recht ist, kannst du mich aus deiner Leserliste entfernen ok!
habe einen schönen tag.
Vlg Mary
Hallo Mary,
AntwortenLöschenkein Problem :-D Nur will ich hier keinen Streit und auch nichts über Renate und Gisela lesen, Ok?
Lg Manu
Manu, nun verstehe ich etwas bessere, was es bedeutet umzuziehen. Ich war - wie aus meinem letzten Post deutlich heraus zu lesen ist - als Umzugshilfe tätig. Nun, Unterschleißheim ist nicht München, aber Umzug ist Umzug und dat is Stress pur! Deshalb mein Respekt zu Deiner Leistung. Poste doch mal wieder was aus dem vollen Leben. Schönen Abend noch und Grüße aus DD
AntwortenLöschenJürgen
Hallo Jürgen,
AntwortenLöschenja so ein Umzug kann dir Nerven kosten! Ich bin echt froh, dass ich das hinter mir gelassen habe.
Ich würde hier ja gerne etwas aus dem Leben posten aber dann gehe ich das Risiko ein, dass wieder ein paar Neider meinen Blog mit Spam infizieren. Aber ich mache bestimmt bald wieder einen Blogeintrag...
Lg Manu