Immer erst tief Luft holen

Samstag, 24. Dezember 2011

Ein Jahr voller Ereignisse, Taten und Freuden!

Das Jahr 2011 war ein Jahr voller Ereignisse. Die Welt wurde von andauernden Kriegen geplagt und von Naturkatastrophen heimgesucht. Viele Menschen verloren sinnlos ihr Leben. Sinnlos wurde auch das Leben von 80 Menschen bei zwei Anschlägen in Norwegen im Juli vergeudet. Mit großen Entsetzen schaute die Welt auf Fukushima als das Erdbeben dort die darauffolgende Katastrophe in den Reaktoren brachte und radioaktive Strahlung alles Leben auslöschte. 15 000 Tote durch einen Tsunami an der japanischen Nordostküste. Überschwemmungen in Thailand. Vulkanausbrüche weltweit. Das mysteriöse EHEC- Bakterium versetzte ganz Europa in Angst und Schrecken. Die Finanzkrise ließ alle den Atem stocken.

Sehr schlimme Dinge passierten der Welt aber durchaus auch positives. Ein Aufatmen ging durch die Welt, als man den a l- Qaida - Führer Osama bin Laden, der für die terroristischen Anschläge auf den WTC verantwortlich war, aufgespürt wurde und letztendlich durch Schüsse den Tot fand. Hochzeit im Hause Royls. Der Papstbesuch in Deutschland und die Seligsprechung. Viele Menschen die aus Trümmern gerettet wurden. Die Zahl der Arbeitslosen sank weiterhin und es herrscht wieder etwas mehr Frieden in den Herzen der Menschen.

Alles in allem wurde alles wieder gut.

Auch für mich persönlich war das Jahr sehr ereignisreich. Ich hatte Höhen und Tiefen wie jeder hier. Das Leben stelle ich mir wie einen Film vor. Es ist sehr schwer Regie zu führen und zugleich den Protagonisten zu spielen. Du bist der Meister deines Films und nur du allein kannst ihn so gestalten, damit es für dich richtig erscheint. Dein Film kann zum Horror, Triller, Liebesfilm aber auch einer Komödie werden. Aber nur du allein entscheidest wer darin mitspielen darf, damit er dein Leben bereichert und nicht erschüttert.

Ich wünsche allen hier eine wundervolle Weihnacht und ein super schönes, stressfreies und vor allem friedliches 2012.

Eure Manu
advent-0008.gif von 123gif.de

Dienstag, 13. Dezember 2011

Rote Rosen

Hier mal etwas für die die den ganzen Tag nur damit beschäftigt sind ihre hitzigen Gemüter auf trapp zu halten. Für all die solls rote Rosen Regnen :-D

Manu


Samstag, 13. August 2011

Umzug des Grauens!

Ich sag euch, wenn ich diesen Umzug überlebe, dann bete ich drei Ave Maria, 5 Vater Unser und mache 10 Kreuzzeichen. Obenrein schwöre ich, nie wieder nur mit einem Helfer umzuziehen. Ich bin im Gegensatz zu anderen noch nicht viel umgezogen. Um es in der Zahl zu nennen, genau 3-mal. Aber dieser Umzug stellt sich als der schwierigste heraus. Ich bin ja nun kein zartbesaitetes Pflänzchen mit meinen 1,74m und kann schon ordentlich anpacken dank meiner sportlichen Aktivitäten, die ich dreimal die Woche tätige. Aber ich bin nach 2 Wochen schon völlig am Ende. Entweder hat das mit dem Alter zu tun oder mir fehlt dazu die nötige Stärke und Disziplin.

Als ich heute Morgen aufwachte hätte ich gut einen Rollator gebrauchen können. Ich brauchte bestimmt gute 5 Minuten bis ich von meiner Matratze hoch kam. Ich merke jeden Muskel im Körper, auch da wo ich dachte, da wären bestimmt keine mehr. Ich sah aus als hätte mich ein Tsunami mit seiner vollen Wucht erwischt und ins Meer befördert. Selbst meine Ellbogengelenke ließen zu wünschen übrig. Kam wohl vom paddeln nach der Tsunamiübernahme. Das Schrauben und Drehen mit diversen Werkzeugen machten aus mir zwar keinen Handwerker aber jetzt weiß ich wenigstens was ein Pozidriv- Kreuzschlitz Z, Plus-Minus Schlitz, Außen – und Innensechskant, Außen – und Innenvielzahl ist. Genug von dem Scheiß hab ich ja verschraubt. Farbentechnisch bin ich jetzt auch schlauer. Nur versprachen die Farben nicht das, was sie auf der Farbtafel vorgaben zu sein. Man könnte sich das auch so vorstellen. Ich habe eine weiße Wand vor mir, streiche da mit einem schönen Nougatbraun drauf und bekomme als Trostpreis etwas helleren Dünnschiss. Kein Scheiß – pure Wahrheit und Egoismus dieser Farbe. Da soll mal einer sagen, Farben denken nicht mit.
Wir mussten da 3-mal drüber streichen, damit das ansatzweise wie Nougat aussah. Ich weiß jetzt welche Farbe ich nie wieder streichen werde.

Aber um das eigentliche Grauen endlich mal beim Namen zu nennen: „Großes langes, breites, schweres Sofa in den zweiten Stock tragen und nach oben kommend, wird der Flur immer enger. Protagonisten: „Mein Kumpel und Ich“ Szenario Klappe die Erste: „Kumpel völlig mit den Nerven runter und Ich fast tot“ Am Ende musste der Nachbar herhalten, den wir gerade bei einem Schäferstündchen mit seiner Frau störten. Das tat uns auch wirklich leid, denn wir wussten seit kurzem, dass diese junge Familie manchmal froh war, wenn ihre kleine Tochter denn mal schlief und Ruhe gab. Als der entnervte Nachbar aus Höflichkeit half, versprach ich nach dieser gelungenen Aktion, die nächste Babysitterin zu sein, falls sie mal eine bräuchten. Ich glaube, ich hätte in dieser Phase alles versprochen. Oder sagen wir mal – fast alles.

Da lob ich mir doch das gute alte Shoppen gehen. Das ist mir noch die liebste Beschäftigung. Kein Schrauben und Drehen, kein Streichen und Putzen, nur lauter tolle Accessoires für die Wohnung und am Ende einen leeren Geldbeutel, den auch keiner braucht. Aber ein absolutes Muss, wenn man eine schöne gemütliche Wohnung möchte.

Was mir aber mal so richtig den Tag verdorben hat war, als ich heute die Nachricht bekam, dass mein Schlafzimmer erst in 4 Wochen das Licht meiner Wohnung erblickt. Nicht das ich da kein Verständnis für diverse Lieferschwierigkeiten hätte aber es sollte nächste Woche schon kommen und mir graut es aus den Kisten zu leben. Man könnte sich auch anders den Tag verderben.

Alles in allem, bin ich dennoch froh einen so tollen Helfer zu haben. Anfangs dachte ich ja, die Bude wird voll und „Wau“ wie viele Leute doch helfen kommen und dann war es nur mein bester Freund. Ohne ihn hätte ich mal so richtig blöde aus der Wäsche geglotzt. Aber in der Not siehst du eben erst wer dein wahrer Freund ist. Die Ausreden meiner so genannten Freunde erstreckten sich von „Ich bin im Urlaub“ bis „Ich bin von der Leiter gefallen oder habe den Norovirus“ Nur eine, die im Krankenhaus wegen einer schweren OP lag, wollte nach dem sie entlassen wird, bei mir helfen. Ich erklärte sie für verrückt und verordnete ihr einen Urlaub auf dem Balkon. Und dann gab es noch ein männliches Wesen das sich als hilfsbereit herausstellte, ich aber dankend ablehnte, weil ich nicht wollte, dass dieser Mensch extra für mich über 70km einfach wegen meines Umzugs fahren muss. Das mit meinem Umzug wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Jedoch ein was Gutes bringt es mit sich - danach bin ich Profi im umziehen.

Eure Manu

Samstag, 9. Juli 2011

Was kostet Zufriedenheit?

Manchmal frage ich mich, was Zufriedenheit kostet. Ist es teuer oder günstig? Was ist Zufriedenheit wert?

Ich persönlich glaube, Zufriedenheit kostet nicht viel. Es kostet uns manchmal nur ein Lächeln für den Anderen und schon lächelt dir der Tag zurück. Oder wir helfen einer alten Frau über die Straße und sie sieht dich dankbar an. Manchmal reicht es auch schon ein paar Lebensmittel der Tafel zu spenden und dein Gegenüber dankt es dir und schaut dir zufrieden in die Augen.

Zufriedenheit ist ein schönes Wort. Man könnte es auch mit Glückseeligkeit vergleichen. Menschen die voller Hass und Zorn sind könnten davon profitieren etwas Zufriedenheit in ihr Leben zu lassen. Neid und Missgunst überwiegt oft in uns. Oder wie sieht es mit Freude aus? Freude über jeden Tag an dem man gesund aufwacht und sich über sein Leben freuen darf. Freude über die erworbenen Dinge, die einem viel bedeuten, weil sie von unschätzbarem Wert für dich sind.

Aber noch mehr wiegt über alles die Hoffnung. Hoffnung für Menschen dass sie verzeihen können. Hoffnung für den Weltfrieden und das Wohl derer, die sich nicht wehren können. Hoffnung für all das, was der Mensch am Menschen schlechtes tut, dass er es nicht mehr tut.

Mir persönlich reicht es schon, wenn ich morgens aufwache und in mein Spiegelbild blicken kann ohne mich dabei mies zu fühlen. Wenn ich ein tolles Frühstück auf dem Tisch habe und es genießen darf. Wenn mich ein Freund um meine Hilfe bittet und das auf Gegenseitigkeit beruht. Das zeigt wie wertvoll ich bin. Das ich Gehen kann und nicht im Rollstuhl sitze. Das ich eine Familie und Tochter habe auf die ich stolz sein darf. Das ich einen Job habe bei der hohen Arbeitslosenquote in Deutschland. Das es einfach Menschen in meinem Leben gibt, denen ich bedingungslos vertrauen kann und die mich in meinem Wesen so nehmen wie ich bin. Ja das nenne ich Zufriedenheit. Und was hat es mich nun gekostet? Nicht viel!

Das ist für die drei wichtigsten Freunde in meinem Leben. Danke das es euch gibt!

Eure Manu

Dienstag, 28. Juni 2011

Von müffelnden Ex Ehemännern und anderen Kleinigkeiten!

Ja die Ehe ist schon ein kleines Unterfangen. Wer sich da rein traut, bekommt es nicht nur mit kleinen Anekdoten zu tun, sondern mit spektakulären Lektüren besonderer Art. Muss nicht immer so sein aber in den größten Fällen passiert es so.

Wir schreiben das Jahr 2011 und leben seit mindesten Jahrhunderten in zivilisierter Umgebung. Die Buschtrommeln werden nicht mehr geschlagen und ansonsten ist die Reinlichkeit in allen Ländern groß vertreten. Jedoch wird geheiratet, dann kann man sein blaues Wunder erleben. Der reinliche Mann, der sich dir immer gepflegt und in Gentlemanlike Look präsentierte, entwickelt sich plötzlich zum Primaten zurück.

Das kommt nicht gleich an die Oberfläche – Nein, dass kommt ganz schleichend und ehe man sich versieht, sitzt man mitten im Affenstall und wundert sich über die vielen neuen ungewöhnlichen Eigenschaften deines Auserwählten. Man lässt anschließend seine Augen untersuchen, weil man denkt, die neue Brille sitzt nicht richtig und es wurden ein paar Dioptrienzahlen vergessen. Oder untersucht seinen Weinvorrat auf fehlende Flaschen, den manche saufen sich ihren Partner auch schön und zufrieden.

Dazu muss man sagen, es gibt 3 Stufen einer Beziehung. Die erste Stufe ist die Kennlernphase und Werbewoche. Da wird geworben was das Zeugs hält. Da gibt es Geschenke und Blumen. Da duften alle Körperteile und Öffnungen gut. Der Parfumvorrat muss ständig neu aufgefüllt werden und kostet dir deinen letzten Cent. Jeden Tag werden die Kleider gewechselt, was wiederum den Vorteil hat, dass die alten Klamotten mal wieder zum Lüften an die Luft kommen und die altbekannte Sockenplage läuft zur Hochmotivation auf. Es wird am Tag gewechselt wie noch nie, um Gerüche erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Ja die Werbewochen haben schon was an sich. Das ist die schönste Zeit im Leben einer Beziehung. Kennt man sich dann etwas näher, lässt die sogenannte Werbephase nach. Wir kommen zu Stufe zwei. Da wird dann weniger gemacht, denn die Katze ist im Sack und ansonsten hat man ja auch schon genug Zeit und Geld investiert. Das muss man erst mal wieder alles rein holen. Nun kommen die kleinen Ausrutscher oder ich nenne sie mal „Die kleinen Testgemeinheiten“. Da wird getestet, wie weit man gehen kann, ob man die Richtige gefunden hat die das aushält und man sich endlich wieder so geben kann wie Gott einen schuf. Rülpsend und furzend im Achselshirt Look bei Bier und Erdnüssen auf dem Kanapee.

Es fängt schleichend an. Man sitzt zu Tisch, denkt an nichts böses, lauscht der wundervollen Musik und dann – dieses grässliche Geräusch – es ist dir bekannt aber hier zu Tisch und jetzt in trauter Zweisamkeit? Man ignoriert es und denkt, es war nur ein Ausrutscher aber dann – ein zweites hinterher – also kein Ausrutscher, sondern ein gewollter Angriffsakt auf deine Persönlichkeit. Und dann, wenn es noch nicht genug ist, kommt zum Furz auch noch der Sturz in die Welt der üblen Gerüche. Man schaut benommen hoch, weil man nach Luft ringt und das Essen sucht verzweifelt seinen Weg wieder zurück an die Oberfläche. Was Gerüche so alles anrichten können.

Oder nehmen wir mal die Körperbehaarung her. Da gibt es ja auch Unterschiede. Man hat einen frisch rasierten Mann vor sich, freut sich auf sauberen Sex ohne ungewollte Nahrungsaufnahme und dann in Phase zwei, wird der sauber rasierte Schritt plötzlich zum Albtraumurwald. Da findet das Sprichwort „Man sieht vor lauter Wald den Baum nicht mehr“ sprichwörtlich seinen Sinn wieder. Deos verlieren ihre Wirkung, weil dein Auserwählter keine Lust zu duschen hat und das stärkste Deo in diesem Fall den Geist aufgibt. Aber das schlimmste ist, wenn sich nach anfänglicher Reinlichkeit der Zähne, die neu erworbene Zahnbürste von vor zwei Wochen, immer noch in ihrer Verpackung finden lässt. Zähne ade scheiden tut weh und die Zahnfee findet´s wie immer schee.

In Phase drei wird es richtig ungemütlich. Da läuft dein trauter Partner zu Hochkonjunktur auf. Klamottenplage im Schlafzimmer, Sockenqual in den übrigen Zimmern und Schießer feinporig Slip mit extra Bremsspur - Farbeinsatz im Schritt als Farbabgrenzung in Braun. Da hilft auch kein Vollwaschmittel und der stärkste Fleckentferner mehr sondern nur noch die braune Biotonne. Und zu allem Übel kommt auch noch die Eigenart dazu, die er im Laufe der trauten Zweisamkeit entwickelt. Das sind so Phobien die dir affektiv gehörig auf die Schleimhäute gehen. Das reicht vom Wände bespritzen nach Toilettengängen bis zum Freibeuterturnen auf dem Balkon. Dazu kommt noch so elegant getarnte Schleichwerbung über Tabakwaren und Bierkunde, die stets auf deinem Einkaufszettel stehen und krankhaft übertriebene Pickelausdrückversuche vorm Spiegel, der hinterher aussieht als hätte ein Meteorit eingeschlagen. Von den wiederholt versuchten Bohrungen im Bereich der mittleren Gesichtshälfte nach Materialien der schleimigen Art, kaum zu schweigen. Nun denkt man es wurde schon alles erlebt, gibt es zum Hauptpreis als Höhepunkt auch noch einen Trostpreis. Neckisch erworbene Schmuddel Dessous in rosa für dich, die auf ominösen Webseiten gebraucht erworben wurden und das zum sage und schreibe billigen Sportpreis von 1,99 €. Was will man mehr im Leben?

Da sag ich doch glatt – Die sofortige Trennung, ein Urlaub in der Karibik inklusive Masseur und exklusiv erst dann mit Rückflug, wenn du deinen Peiniger in Shorts und Gummistiefeln bei 30 Grad minus nach Kasachstan verfrachtet hast und das ohne Rückfahrkarte im Frachtraum eines Schweinezüchters.

Um aber die Männerwelt zu beruhigen – Es gibt auch Frauen, die sich keiner Abnormalität zu schade sind und ihrem Geliebten das letzte farbliche Haar zum grauen Alltag werden lassen. Doch das ist eine andere Geschichte und die erzähle ich euch vielleicht demnächst einmal. Bist dahin bleibe ich aber...

Eure Manu

Donnerstag, 9. Juni 2011

Kann Liebe gesund sein?

Liebe mag ein tolles Gefühl der Zufriedenheit hervorrufen aber das hält nur so lange an bis alle Hormone wieder auf Normallevel laufen.
Erst große Euphorie und Verliebtheit und dann plötzlich Niedergeschlagenheit und Langweile. In der Liebe spielen so viele Hormone mit, das Wohlfühlhormon Dopamin - eine körpereigene Droge, das Stresshormon Cortisol, das Sexualhormon Testosteron - es verursacht das Entstehen bzw. die Steigerung von sexuellem Verlangen. Außerdem macht es lebenslustiger und aufgestellter und das Hormon Oxytocin - es ist am Gefühl der engen persönlichen Verbundenheit zu einer Person beteiligt. Und nun stellt euch vor ihr habt diese Gefühle alle eine Zeit lang und plötzlich stellt sich dein Leben um, dein Partner nervt dich, du bekommst vermehrt Stress und Ärger, nichts klappt so wie du es dir vorgenommen hast und deinem Partner geht es genauso. Und dann zieht dich dein familiäres Umfeld noch zusätzlich runter. Dann passiert folgendes, Adrenalin und Noradrenalin sind Stresshormone. Sie steigern in Sekundenschnelle die Herz-Kreislauf-Funktionen und versetzen Nerven und Gehirn in Alarmzustand. In Notfällen mobilisieren sie die notwendigen Energiereserven.
Wirklich gefährlich ist der chronische Stress. Der Disstress. Dauerstress führt zu einer regelrechten Stressspirale. Dadurch, dass wir uns gestresst fühlen, haben wir den Eindruck, unser Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Das wiederum bereitet uns Stress. Nach einer Weile können selbst winzige Dinge uns vollkommen aus der Fassung bringen und wir reagieren mit Panik, Angst, Aggression oder auch Lähmung. Da wir merken, dass uns die Situation immer mehr aus den Händen gleitet, wird der Stress größer. Wir haben das Gefühl, unser Leben nur noch durch vermehrten Einsatz und mehr Leistung bewältigen zu können und finden so gar keine Erholung mehr. Stress hat nicht nur Auswirkungen auf das eigene Leben und die eigene Gesundheit. Stress stellt auch zunehmend eine Gefahr für Partnerschaften dar oder wenn der Druck im Beruf langanhaltend steigt und dadurch die Belastungsgrenze sinkt. In vielen Situationen können Partnerschaftsprobleme auftauchen, die keiner der beiden Partner je für möglich gehalten hätte. „Stress im Individualleben kann zu Stress in der Beziehung führen, und auch der zeigt sich auf sehr unterschiedliche Weise.“ Nicht selten kommt es auch zu sexuellen Problemen. Etwa wenn nur einer der beiden Lust hat und sich der andere Partner mit seinen Bedürfnissen nicht ernst genommen oder sogar vernachlässigt oder abgewiesen fühlt. All diese Dinge und Verlaufsformen können selbst eine intakte und ausgeglichene Partnerschaft, die voller Liebe und Fürsorge ist, aus dem Ruder werfen und entzweien.
So und nun noch mal für die Nichtversteher in Märchenform:
Es war einmal die Liebe. Sie strömte durch die Herzen der Menschen und wollte jedes mit Hoffnung erfüllen. Ein Herz fand das besonders toll, denn es wurde sehr tief mit Lieb erfüllt. Leider dauerte dieser Zustand nur so lange an, wie die Liebe Bock hatte dort zu bleiben. Da alle Hormone sich nach einer Weile absprachen wieder auf Normallevel zu tauchen, fühlte sich das Herz sehr traurig, denn es hatte dieses Kribbeln nicht mehr im Bauch und ansonsten fühlt es sich auch lustlos und gelangweilt. Es machte sich auf der Suche nach neuen Herausforderungen und fand nur noch mehr Langweile. Der Liebe ging es genauso. Und schon bald lebten sich die Liebe und das Herz auseinander. Jeder ging seines Weges und keiner wusste so richtig warum. Sie nervten sich an. Schuld waren die bösen Stresshormone. Und irgendwann trennte sich die Liebe vom Herz und es brach entzwei.

Liebe kann wohl nicht gesund sein. Dieser Glückszustand hält nur so lange an, wie keine Probleme auftauchen. Vielleicht haben wir Menschen aber auch einfach nur verlernt für unsere Liebe zu kämpfen und sie zu wertschätzen. Man macht es sich einfacher in dem man sich trennt. Es liegt im Verborgenen seiner selbst sich für etwas stark zu machen und zu kämpfen worin man oft keinen Sinn mehr sieht. Es ist einfacher zu gehen und den anderen zurückzulassen als sich in der Lieb anzustrengen. Man kann es auch keinem verübeln. Unsere Gesellschaft macht es vor und all die tollen Beziehungsratgeber verraten uns im Grunde nur eins. Was für Versager wir in zwischenmenschlichen Beziehungen doch sind. Aber das wollen wir gar nicht hören. Wir wollen wissen, ob es noch Sinn macht, für das einzustehen, was man mal geliebt hat oder noch liebt, bevor es zum endgültigen Ende Kommt. Manche besprechen ihre Beziehungsprobleme auch lieber mit einem Elternteil anstatt mit dem Partner und wundern sich, wenn sie am Ende genauso weit sind wie vorher. Mal ehrlich, wenn eure Eltern so gute Beziehungsratgeber wären, warum bekommen einige von ihnen auch so gar keine Partnerschaft auf die Reihe und sind ebenfalls getrennt oder ewig alleine?. Ich bin zwar kein Beziehungsexpertin aber mir persönlich haben immer die Pro´s und Kontra´s geholfen? Eine Liste, in der man die guten und die negativen Eigenschaften des Partners schreibt. Schnell kann man ersehen was überwiegt und ob es lohnt zu kämpfen oder man einen Hacken dahinter macht. Es lohnt sich darüber nachzudenken bevor ihr wieder mal alles in den Sand setzen wollt und zur nächsten Liebe hüpft. S wird sich dadurch nichts ändern. Es wird immer ein Problem bleiben. Das der Hoffnungslosigkeit!
Eure Manu

Mittwoch, 11. Mai 2011

Die Freuden der Seelenmörder!

Seelenmörder gibt es überall. Sie leben in Großstädten, auf kleinen Dörfern, in Sumpfgebieten. Sie begegnen dir überall. Mal in der kleinen Kneipe nebenan, beim Einkaufen im Supermarkt um die Ecke oder auf dem Klo. Sie können auch Nachbarn oder Freunde sein. Sie sind immer gegenwärtig.

Seelenmörder haben auch so etwas exzentrisches. Sie stehen gerne im Mittelpunkt und behaupten Dinge, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Sie erfinden Krankheiten, spannende Geschichten, spannen dich für ihre Dienste ein und nehmen dir dein privates Leben. Einige Seelenmörder sind sehr geschickt. Sie sind freundlich, zuvorkommend und haben immer ein offenes Ohr für dich. Aber Vorsicht, eh du dich versiehst, haben sie dich gefangen, steckst mittendrin in ihrem Zwangsverhalten und wirst gefressen.

Was ist eigentlich Seelenmord? Der Mensch hat ein inneres Gleichgewicht, dass er regelmäßig zu pflegen versucht. Manchmal gelingt das auch ganz gut, wenn tolle Leute in deinem Leben sind und mit dir die Freuden des Alltags genießen. Aber dann gibt es auch das Ungleichgewicht. Es wird durch, Krankheit, Liebeskummer, falsche Freunde, beruflichen Ärger, Norovirus oder böse Nachbarn ausgelöst. Die Palette ist groß und man könnt noch unzählige Dinge aufzählen, aber nehmen wir mal den bösen Nachbarn als Beispiel her. Ich wähle jetzt mal bewusst kein Geschlecht. Ich nenne die Person „Kobold“. Da soll es ja kein spezifisches Geschlecht bei den Dingern geben.

Also, ein böser einsamer Nachbar namens Kobold war schon immer streitlustig. Man kann ihm das auch nicht verübeln, denn wer einsam ist hat Langweile und das wird zwangsläufig zum Problem für alle Menschen um den Kobold herum. Der Kobold hängt dann oft am Fenster und beobachtet seine Mitmenschen. Er ist neidisch, wenn er sieht, wie glücklich andere sind und er kann das nicht sein. In seiner Eifersucht und seinem grenzenlosen Neid, überlegt er sich, wie und mit was er seine Mitmenschen quälen kann. Oh ja, ihm fällt garantiert immer etwas ein. Das könnte das Kindergeschrei von nebenan sein, zu laute Musik, die volle Mülltonne, der zu hohe botanische Gartenzaun, der Rauch vom brennenden Grill, das Lüften der Toilette nach Stuhlgang oder ein Gartenzwerg zu viel im Garten.

Der Kobold fängt an seine Mitmenschen zu provozieren. Er motzt herum und bemängelt diese unwichtigen Dinge. Er macht sie zum Problem. Die Menschen wehren sich und schon hat man Cucky die Mörderpuppe an der Backe. Und dann fängt der Seelenmord an. Der Kobold schleicht sich z.B. in den Keller von Frau Soundso und klaut ihre Unterwäsche. Manche sind auch so richtig erfinderisch und kacken in die Waschmaschine. Das funktioniert aber nur, wenn sie sich von oben öffnen lässt. Anderes wäre aus physiologischen Gründen kaum möglich. Wobei es manchen an Erfindungsgeist nicht fehlt.

Oder er wartet die Gelegenheit ab bis seine Nachbarn einkaufen gehen, huscht in dessen Garten, manipuliert an den Rasenmäher herum und sitzt gespannt am Fenster was demnächst passiert. Ehrlich gesagt möchte ich nicht wissen, was da passieren könnte. Wenn der Kobold einem so richtig ins Knie Ficken möchte, dann lässt er sich natürlich delikateres einfallen. Eine Bekannte hatte so einen am Hals. Er sammelt Bildmaterialien aus dem Schlafzimmer der Nachbarn, stellt sie ins Internet rein und betitelte sie als „Die Primatenspielchen alter Greise der Woche“ Ja und der Kobold findet das dann lustig, weil ihn das wieder mal angetörnt hat und nutzt die Gelegenheit für einen Swingerklub Besuch. Da lebt er dann seinen Fetisch aus und verkleidet sich als Zahnarzt. Mit Bohrer und Zange bewaffnet wird er dann auf unschuldige, nackte und gierige Körper losgelassen.

Ist der Kobold befriedigt, haben auch seine Nachbarn erst mal wieder Ruhe. Aber das ist nicht von langer Dauer. Der Kobold braucht ständig die Herausforderung und wird immer gieriger. Er verschlingt Seelen und mordet weiter bis er gestoppt wird. Da gab es mal einen guten Film. Der Titel ist mir entfallen, aber eine Gruppe Frauen haben ihren Nachbarn über den Jordan geschickt, weil dieser so unerträglich wurde, dass ihnen kein anderer Ausweg blieb. Aber so etwas sollte nur im Film passieren. Ich z.B. würde mir da etwas viel besseres einfallen lassen.

Ihr kennt doch alle die schönen Leuchttürme am Meer. Die haben doch so große Lampen, die sich immer drehen. Die finde ich richtig schön und regen die Fantasie an. Ich würde den Kobold aus seinem Haus zerren, ihn einen Sack über den Kopf stülpen, in meinen Kofferraum verfrachten, zum Leuchtturm rasen, ihn bis rauf zu den Lampen schleifen und an den Lichtern fesseln. Zuschließen und Schlüssel wegwerfen, denn den braucht man nimmer, wenn ich mit dem fertig bin. Danach würde ich einen Voodoo Priester aufsuchen und mir einen Tsunami heraufbeschwören lassen. Das würde ich mir so richtig was kosten lassen. Und zu guter Letzt rufe ich bei einer Tageszeitung an und berichte, was mit bösen Nachbarn passiert, die ihre Mitmenschen terrorisieren, damit sich in Zukunft jeder Kobold in Acht nimmt und vorher überlegt, was er seinen Nachbarn antut.

Eure Manu